Mittwoch, 30. Januar 2013

Ein Teefan bin ich schon ziemlich lange



Seit dem ich aber im letzten Frühjahr eine Detox- und Fastenkur gemacht habe, geht ohne Tee gar nichts mehr. Bei einem  Kurztrip in‘s Land der Kaffeetrinkerweltmeister Italien fühlte ich mich verloren und auf Entzug. Tee gehört einfach dazu und bei diesen Temperaturen erst recht; an kalten, grauen Wintertagen gibt es doch nichts Schöneres, als die frisch aufgebrühte Lieblings-Teetasse zu umgreifen, den aufsteigenden Dampf zu beobachten und ganz langsam den leckeren Tee zu schlürfen. Wenn ich Besuch bekomme, folgt auf das Hallo meist immer: ‚Erst mal ‘n Tee? Ich mach mal heißes Wasser!‘ (Sollte Anglophilia hier schon wieder zugeschlagen haben...?!)






Meine Tees kaufe ich entweder in einer sogenannten Teeapotheke (Apotheken mit einem großen, vorrätigen Sortiment an losen Tees) oder sammle und trockne hin und wieder auch selber ein paar Blätter und Blüten. Mit aromatisierten Tees, wie z. B. Bratapfel-Sahne, kann ich gar nichts anfangen. Die Vorstellung von Bratapfel-Sahne als Teeblatt will mir einfach nicht gelingen.



 


Meine absoluten Favoriten unter den Teesorten sind:
Nr. 1 Eisenkraut: Ein Tausendsassa unter den Tees. Vor allem antibakteriell, reinigend, gut für die Atemwege und das allgemeine Wohlbefinden soll er sein; äh nein, ist er! Ohne Eisenkraut läuft bei mir wirklich nichts. Selbst Cäsar soll sich nicht ohne sein Eisenkraut nach Gallien gewagt haben, behauptet man.  

Nr. 2 Brennnesseltee:
allseits bekannt als Tee zum Entgiften. Brennnesselteekuren stehen bei mir regelmäßig an. Zum Dauergebrauch ist er aber nicht empfohlen. Der im Allgemeinen als etwas gewöhnungsbedürftig empfundene Geschmack wird übrigens mit einem Löffel Honig gleich viel angenehmer. Da ich im Sommer gern durch verwilderte, verlassene  Gärten streife, habe ich immer einen guten Vorrat an Brennnesseltee im Haus.

Nr. 3 Weißer Tee:
Diesen milden Tee trinke ich viel lieber als Grünen oder Schwarzen Tee (mit einer Ausnahme). Weißer Tee wirkt antioxidant, auch wird ihm eine blutdrucksenkende Wirkung und einen guten Einfluss auf die Gefäße nachgesagt. Solche Eigenschaften sind glücklicherweise bei mir noch nicht die auschlaggebenden Kriterien. Ich bevorzuge ihn vor allem wegen dem angenehmen Geschmack. 


Nr. 4 Zitronenverbene: mit Honig ganz klar mein Geschmacksfavorit, egal ob frisch geerntet oder getrocknet, dieser Tee macht sofort gute Laune, ach wie er frisch aufgebrüht duftet. Aufgrund seiner Wirkung ist er als Abendtee und zum Tagesausklang sehr gut geeignet. Ein Tee-und-Buch-Tee sozusagen. Zitronenverbene kann man problemlos in Töpfen oder im Beet anbauen, es wächst robust wie Unkraut.

Nr. 5 eine Teemischung: Aus Mariendistel und Tausendgüldenkraut, zwei Teehelden für die Reinigung. Aber Vorsicht, gerade das Tausendgüldenkraut ist durch seine Bitterstoffe sehr geschmacksintensiv.  In seiner Wirkung ist es aber unübertroffen. Vor allem für die Verdauung. Außerdem wirkt dieser Tee antibakteriell und entzündungshemmend. Einer Legende nach, wollte ein reicher aber kranker Mann Tausend Gulden für ein Kraut bezahlen, welches ihm endlich Linderung verschafft. Als es ein Bauer mit einem rosablühenden Kräuterstrauß versuchte, bekam dieser später tatsächlich das versprochene Geld. Zu Recht, wie ich finde!

  


Natürlich möchte ich noch die Ausnahme unter den Schwarzen Tees verraten, es ist der Earl Grey. Mit etwas Milch schmeckt er besonders lecker, eignet sich zum Tea Latte und auch geeist lässt er sich trinken. Wer denkt denn da noch an Arabica?  

Liebe Grüße von